In der Nacht vom 8. auf den 9. Juni 2011 wurden in Oyten an diversen Stellen rechte Schmierereien und nationalsozialistische Parolen gesprüht. Gleichzeitig wurden flächendeckend Aufkleber der NPD (Verden) und Aufkleber von so genannten Freien Kameradschaften mit rechtem Inhalt aufgebracht.
Fotos HIER

Schon in den letzten Wochen machten Tobias Glombitza und andere Oytener Nazis durch Schmierereien auf sich aufmerksam. Währenddessen formiert sich ein so genannter Runder Tisch für Demokratie, der erwartungsgemäß sich nicht zu Schade ist rechte Straftaten mit der so genannten Extremismusdoktrin zu relativieren . So wird jedes antifaschistische Engagement das über reine Lippenbekenntnisse hinausgeht diffamiert und mit den menschenverachtenden Zielen der Nazis in einen Topf geschmissen.
Trotz faktischen Stillstands lobt man sich selbst mit Aussagen wie „Die Schmierereien werden weniger“ ( so ein Verantwortlicher des „Runden Tisches“ im Bericht der Kreiszeitung HIER NACHZULESEN )
Die Schmierereien der letzten Nacht beweisen das Gegenteil. Auch wurden am letzten Samstag Tobias Glombitza und ein weiterer Nazi aus Oyten bei der Reise zum Naziaufmarsch nach Braunschweig überrascht ( INFO HIER )
Rassisten lauern überall. Wir auch.
Antifa Landkreis Verden Juni 2011
Oytener Nazis im Landtag Niedersachsen
Der Weserkurier berichtete am 24.2.2011, dass die Aktivitäten von Nazis in der Gemeinde Oyten (bei Bremen) Thema im Landtag Niedersachsen war. Grund dafür war die Anfrage einer Abgeordneten der Linken [Anfrage und Antwort der Landesregierung [hier]]
Es wurde die von der Antifa Landkreis Verden und der Basisgruppe Antifaschismus bereits im Januar thematisierte Zunahme an rechten Aktivitäten bestätigt. Weiter schien der Innenminister Schünemann nicht über mehr Informationen zu verfügen, als das, was die Antifa Landkreis Verden veröffentlicht hat.
Bezeichnend, genauso wie die Tatsache, dass der Innenminister es sich nicht nehmen ließ mit Hilfe der „Extremismusdoktrin“ auch noch antifaschistisches Engagement in Oyten als „linksextremistisch“ zu diffamieren.
Gleichzeitig wurde mit Verweis auf die Arbeit des Verfassungsschutzes behauptet, dass es Anstrengungen gebe um gegen das Naziproblem vorzugehen. Die Tatsache, dass der Innenminister seine Informationen über die Nazis in Oyten lediglich aus dem Flugblatt der „linksextremen“ (sic!) Antifa Landkreis Verden bezieht, lässt Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser Lippenbekenntnisse aufkommen.
Es bleibt dabei, staatlicher Antifaschismus wird nie über die Bekämpfung der „Feinde der Demokratie von links und rechts“ hinauskommen. Die Nazis in Oyten und überall dürfen nicht isoliert von der Gesellschaft betrachtet werden. Diese Gesellschaft mit ihrem grassierenden Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus muss bekämpft werden, anstatt die Augen zu verschließen und von „Problemen am rechten Rand der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zu reden.
Artikel im Weserkurier [hier]
Anfrage und Antwort Original [hier]
Zeitgleich zu der Auseinandersetzung im niedersächsischem Landtag tauchten am 24.2.2011 überall in Oyten rassistische und nationalistische Plakate von NPD und JN auf.
Nazis fallen auch in Oyten nicht vom Himmel…
Rechte Umtriebe in Oyten Seit Mitte 2008 konnten in der Gemeinde Oyten (Landkreis Verden) regelmäßig beobachtet werden, wie NS-verherrlichende sowie offen rassistische und antisemitische Schmierereien auftauchten. Damit einher ging eine beträchtliche Anzahl körperlicher Angriffe durch Nazis. Am 18. Januar 2011 wurde durch Plakate und Flugblätter in Oyten über die Aktivitäten dieser Nazis aufgeklärt. (mehr…)
Naziouting von Tobias Glombitza
am 18. Januar 2011 verteilten AntifaschistInnen Flyer in Oyten und Umgebung um über den Nazi Tobias Glombitza aus Oyten aufzuklären.




